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Gedicht: Schicht um Schicht

Ich liebe Poesie als Kunstform sehr.

Heute teile ich wieder mal ein Gedicht, das mir gestern an einem Lieblingsplatz in den Sinn gekommen ist.




Was in mir ist

Schon lange da

Ich seh es nicht

Bis ich erfahr


Was nicht mehr dient

Was gehen kann

Nicht zu mir gehört

Nicht jetzt, nicht dann


Schicht um Schicht

Enthülle ich

Mein Innerstes

Entblösse mich


Mir selbst

Im Angesicht

Von dem

Was ich bin


Dunkel da und viele Schatten

Will ich sie sehen?

Ja, ich will

Diesen Weg begehen


Mich sehen

Als Ganzes

Als Menschenkind

So ich Frieden find


In einer Welt

Nicht nur schön

Auch schwer

Und hart


Wie es das Leben ist

Wozu ich mich

Auf höherer Ebene

Entschieden hab



Stück für Stück

Erkenn ich mich

Gut und schlecht

Hell und dunkel


Ohne mich zu verbiegen

Will ich all das lieben

Annehmen und erfassen

Alles will ich - nur nicht hassen


Denn wenn ich mich lieb

Ich alle lieb

Denn in allen steckt

Was in mir versteckt


Der Weg ist lang

Still und leise

Schleichend alles

Gut wie bös


Was lange währt

Ist nicht laut

Unspektakulär

Doch permanent


Tag um Tag

Mach ich weiter

Tret in die Welt

Nicht nur heiter


Sondern so

So wie ich bin

Das ist der Sinn

Dort will ich hin


Der Pfad ist gepflastert

Mit Steinen

Die zum Stolpern verleiten

Oder zum Scheitern



Doch wenn ich mich

Entdecken will

Komm ich darum

Nicht herum


Und irgendwann

Wird es still

Nur noch Bienen zu hören

Die summ‘n


Und Blätter

Die rascheln

Und der Wind

Der weilt


Ich sinniere

Und spüre

Pure Weite

Dankbarkeit


6.9.26 / Selina Moser



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