Gedicht: Schicht um Schicht
- Selina Moser
- vor 17 Stunden
- 1 Min. Lesezeit
Ich liebe Poesie als Kunstform sehr.
Heute teile ich wieder mal ein Gedicht, das mir gestern an einem Lieblingsplatz in den Sinn gekommen ist.

Was in mir ist
Schon lange da
Ich seh es nicht
Bis ich erfahr
Was nicht mehr dient
Was gehen kann
Nicht zu mir gehört
Nicht jetzt, nicht dann
Schicht um Schicht
Enthülle ich
Mein Innerstes
Entblösse mich
Mir selbst
Im Angesicht
Von dem
Was ich bin
Dunkel da und viele Schatten
Will ich sie sehen?
Ja, ich will
Diesen Weg begehen
Mich sehen
Als Ganzes
Als Menschenkind
So ich Frieden find
In einer Welt
Nicht nur schön
Auch schwer
Und hart
Wie es das Leben ist
Wozu ich mich
Auf höherer Ebene
Entschieden hab
Stück für Stück
Erkenn ich mich
Gut und schlecht
Hell und dunkel
Ohne mich zu verbiegen
Will ich all das lieben
Annehmen und erfassen
Alles will ich - nur nicht hassen
Denn wenn ich mich lieb
Ich alle lieb
Denn in allen steckt
Was in mir versteckt
Der Weg ist lang
Still und leise
Schleichend alles
Gut wie bös
Was lange währt
Ist nicht laut
Unspektakulär
Doch permanent
Tag um Tag
Mach ich weiter
Tret in die Welt
Nicht nur heiter
Sondern so
So wie ich bin
Das ist der Sinn
Dort will ich hin
Der Pfad ist gepflastert
Mit Steinen
Die zum Stolpern verleiten
Oder zum Scheitern

Doch wenn ich mich
Entdecken will
Komm ich darum
Nicht herum
Und irgendwann
Wird es still
Nur noch Bienen zu hören
Die summ‘n
Und Blätter
Die rascheln
Und der Wind
Der weilt
Ich sinniere
Und spüre
Pure Weite
Dankbarkeit
6.9.26 / Selina Moser



Kommentare